Wir sind eine Gruppe bunter Menschen, die weder rechts noch links sind, sondern Bürger aus der Mitte der Gesellschaft. Wir sind über 20 und unter 80 Jahre alt, studieren, arbeiten, engagieren uns im Ruhestand.
Mit Sorge betrachten wir das Weltgeschehen und deswegen setzen wir uns für mehr Frieden in der Welt ein.
Das Wort Friede stammt von dem althochdeutschen Wort fridu ab, was so viel wie Schonung und Freundschaft heißt. Frieden ist nicht nur die Abwesenheit von Beunruhigungen, besonders von Krieg, sondern das Ergebnis der in der Bergpredigt gepriesenen Friedfertigkeit:
Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen. (MT 5,4)
Die Friedfertigkeit ist eine Fertigkeit, die, wie jede andere, auch geübt werden will. Frieden stiften ist eine aktive Handlung. Diese Handlung fängt mit einer friedfertigen Haltung an.
Aber nur bei der Haltung kann es besonders heutzutage nicht mehr bleiben. Wenn wir uns – und wir sind viele- immer wieder aktiv mit Kundgebungen, Worten, Konzerten, Workshops und täglichen Gesten für den Frieden einsetzen, so können auch wir „Kleinen“ das Gesicht der Erde verändern. Frieden kann nur durch Friedensbemühungen entstehen. Diese Bemühungen sind dabei in erster Linie nicht beim oder mit dem Gegenüber, sondern im eigenen Inneren:
Frieden durch Freundschaft mit und Akzeptanz von Andersdenkenden.
Frieden durch Bemühungen, nicht in Groll gegen diejenigen zu verfallen, die mir Unrecht tun.
Frieden durch Bemühungen, diejenigen zu verstehen, die ganz anders denken und sind als ich und gerade mit diesen in einen Diskurs zu gehen.
Frieden durch Überzeugungsarbeit, nicht verbalen Angriff.
Im Frieden sein ist ein ständiges inneres Ringen, im Licht und in der Liebe zu bleiben.
Nur wenn ich in mir Frieden habe, kann ich mit meinem Gegenüber in Friedensverhandlungen treten.
„Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten.“ (Franz Alt)
Diese Vorbereitung fängt im Kleinen an und je mehr Menschen sich daran beteiligen, desto mehr breitet sich der Frieden aus.
Frieden bedeutet auch Schonung. Schonung von Mensch, Tier und Natur, denn im Nicht- Frieden leiden alle unter Hass, Krieg oder Zerstörung.
Unser Friedenskonzert am 3.6. ist auch für den Frieden, für die Quellen. Warum?
Immer wieder kommt es- deutschlandweit- vor, dass einzelne Baufirmen die kostbare Lebensgrundlage von uns allen und der Natur verschmutzen. Beim Straßenaufbruch für den Breitbandausbau beispielsweise wird umweltgefährdendes Material nicht ordnungsgemäß getrennt und auf die entsprechende Deponie gebracht, sondern in der Natur monatelang „zwischengelagert“ oder abgeladen. Da geht es wohl darum, Kosten zu sparen.
Bei uns im schönen Hotzenwald wurde Straßenaushub sogar im Quellgebiet abgeladen. Wenn in den schwarzen Brocken PAK (polyzyklisch aromatische Kohlenwasserstoffe), die unter anderem krebserregend, sind, dann können diese in Luft und Wasser durch UV-Licht abgebaut werden – und verseuchen unsere Quellen, Bäche, unser Grundwasser.
Alles, was der Mensch Mutter Erde antut, tut er sich selbst an.
Und irgendwann wird er verstehen, dass man Geld (oder Computer) nicht essen kann.
Umweltverschmutzung ist auch Krieg. Krieg gegen die Natur und uns Menschen. Die Zerstörung unserer Lebensgrundlage -im Übrigen auch der der Verursacher- ist die Abwesenheit von Frieden.
Deswegen setzen wir uns für den Frieden zwischen den Menschen und mit Mutter Erde ein.
Und da Musik die Sprache des Herzens ist, laden wir euch alle herzlich zu unserem Konzert am 3.6. ein!